Der Campingplatz ist häufig das Ziel von Reisewilligen, die der Natur möglichst nahe kommen wollen. Das ist auch der Grund, weshalb sich die meisten Anlagen, auf denen gezeltet bzw. gecampt werden darf, in der Nähe von größeren Seen, am Meer oder in landschaftlich schönen Regionen, wie zum Beispiel in Gebirgen befinden.
Das Grundprinzip des Zeltens ist es eigentlich, jeglichen Standard abzustreifen, den wir vom Stadtleben her kennen. Dies impliziert zum Beispiel, dass auf Strom und fließendes Wasser verzichtet werden muss, oder zu bewältigende räumliche Distanzen per Fuß oder dem Fahrrad zurückgelegt werden sollen, nicht mit dem Auto oder anderen motorisierten Fortbewegungsmitteln.
Von diesem Gedanken ist jedoch nicht sehr viel übrig geblieben. Was auch daran liegt, dass freies Campen aufgrund von Verschmutzung und vor allem der im Sommer bestehenden Waldbrandgefahr nahezu überall in Deutschland verboten, wenn es nicht auf extra dafür ausgewiesenen Camping-Grund geschieht, oder sich das Grundstück in Privatbesitz befindet und der Eigentümer selbstverständlich sein Einverständnis gegeben hat. Und da heutzutage nahezu alle Campinganlagen Gemeinschaftsbäder und -küchen besitzen, bleibt ein kleiner Teil unseres hoch zivilisierten Lebens auch dort immer bestehen.
Es gibt sogar Menschen, die dauerhaft auf Campingplätzen leben. Diese Art des Lebens hat aber beim besten Willen nichts mehr mit dem ursprünglichen Zelten zu tun, denn die Behausungen, in denen sich die betreffenden Personen einquartiert haben, sind nichts anderes, als kleine, hauptsächlich aus Holz, Plastik und ein wenig Metall erbauten Stadthäuser…