Der Kübelwagen (auch „Kübelsitzwagen” genannt) ist eine Erfindung des Militärs, das damals einen geländetauglichen PKW brauchte. Um Gewicht einzusparen, wurde bei einigen Modellen auf die Türen verzichtet. Diese wurden, wenn überhaupt, durch Stoffplanen ersetzt.
Um zu verhindern, dass die Insassen während der Fahrt aus dem Auto fielen, wurden tiefe Schalensitze eingebaut, die dem Fahrer und den Beifahrern mehr Halt geben sollten. Diese Sitze hatten eine wannenartige Form und wurden daher umgangssprachlich als Kübel bezeichnet, woraus dann auch der Titel für das Gefährt entstanden ist: Kübelwagen.
Diese Bezeichnung wurde dann im Laufe der Zeit auf alle anderen Wagen gleicher Bauart angewendet (unabhängig davon, ob sich noch Kübelsitze darin befanden, oder nicht).
Der bekannteste seiner Art ist wohl der VW Typ 181. Die Grundidee für ihn entstand 1968, als die Bundeswehr den VW-Konzern beauftragte, ein bedingt geländetaugliches Mehrzweckfahrzeug auf Basis des VW Käfers zu konstruieren.
Bei der Konzeption und späteren Umsetzung wurde die technische Entwicklung der vergangenen Jahre ignoriert. Stattdessen blickten die Ingenieure in die Zeit des 2. Weltkrieges zurück. Der Grundaufbau des neuen Militärfahrzeugs der Bundeswehr sollte vom
„VW Kübel”, der von der Wehrmacht eingesetzt wurde, abstammen…
Der Presse wurde er dann im September 1969 auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt/Main präsentiert. Die Ähnlichkeit zum Original war markant. Aber der neue „Kurierwagen”, wie ihn die Verantwortlichen getauft haben, war ein wenig größer, schwerer und alles im allen moderner.
Der VW Typ 181 ist, wenn auch sehr selten, heute noch im Straßenverkehr anzutreffen. Und so ganz wird er wohl nicht aus der Erinnerung der Menschen verschwinden, die ihn mal erlebt haben…