Der Roadster ist die Extremvariante des Cabriolets. Ursprünglich galten zweisitzige Autos dann als Roadster, die kein festes Verdeck besaßen (max. ein Notdach, welches optional auf den Wagen gespannt werden konnte); bei denen der Fahrspaß und nicht der Komfort im Vordergrund standen (der Komfort musste dem relativ niedrigen Gewicht weichen), deren Seitenscheiben nur einsteckbar waren und deren Frontscheibe nichts weiter war, als ein so genannter Brooklands-Screen, dessen einzige Aufgabe darin bestand, die Anzahl an Fliegen, die im Gesicht des Fahrers und Beifahrers landeten, zu minimieren.
Bei englischen Roadsters konnte man eine Besonderheit im Design erkennen. Dieses zeichnete sich durch niedrige bzw. nicht vorhandene Türen aus, die für den „Hüftschwung” (bzw. „Hüftknick”) in der Karosserie verantwortlich waren, was wiederum der Grund für eine elegant geschwungene Linieführung an den Seiten war. Außerdem wurden die Übergänge klein gehalten, was dem langen Radstand zu Gunsten kam.
Eine weitere Besonderheit bei einem herkömmlichen Roadster ist die extrem lange Motorhaube, die kleine Fahrerzelle und das sehr kurze Heck. Aber dank dieser Bauweise gilt der Roadster als „Kurvenfresser”, der sich auf der Landstraße wohl fühlt. Von Fahrten auf Autobahnen muss man allerdings abraten, da die akustische Belastung allein schon durch den lauten Motor enorm ist.
Aber Roadster sind auch nicht dafür gedacht, Geschwindigkeitsrekorde aufzustellen. Sie wurden und werden konzipiert, um echten Spaß am Fahren, ohne viel elektronisches Zubehör, zu vermitteln und das werden sie wohl auch noch für lange Zeit…