Der Bedarf und die damit einhergehende Nachfrage nach Automobilen stiegen kurz nach der Jahrhundertwende rapide an. Die Menschen wollten mobiler sein und vor allem auch schneller an ihr Ziel kommen. Doch nur die wenigsten konnten sich ein Auto leisten. Gründe dafür waren zum einen natürlich die Armut vieler Menschen und andererseits der enorm hohe Preis der damaligen Autos, die noch alle in mühevoller Kleinarbeit und Einzelfertigung entstanden.
Ford erkannte dieses Problem und so wurde in den amerikanischen Fordwerken ab 1913 auf dem Fließband gefertigt. Aus diesem Grund konnten zum einen genügend PKWs produziert werden, um die Nachfrage zu decken, zum anderen wurden sie so erschwinglich, dass sie von einer breiteren Masse gekauft und genutzt werden konnten. Der Grundstein für die massenfafte Verbreitung von Autos durch Fließbandfertigung war also gelegt.
Erst 11 Jahre später, im Jahr 1924, entsteht mit dem „Opel 4 PS” (auch „Laubfrosch” genannt) das erste deutsche Auto auf dem Fließband. Dieser wurde bis 1926 hergestellt, bis er von seinen Nachfolgern, die mehr PS hatten (16 bzw. 20 PS, statt wie bisher nur 12) abgelöst wurde. Den Namen „Laubfrosch” hatte er seiner Größe und Farbe zu verdanken. Damals war es üblich, dass die Autos groß, schwer und schwarz waren (Ford: „Sie können jedes Auto haben, solange es schwarz ist.”). Der Opel 4 PS war jedoch vergleichsweise schmächtig und darüber hinaus grün. Aber er war ein Vorreiter für andere Modelle, die seinem Beispiel „Weniger ist mehr” folgten….