Im Jahr 1886 stellten Karl Benz und Gottlieb Daimler (mit Hilfe von Wilhelm Maybach) sozusagen synchron Ihre Prototypen fertig. Das Gefährt von Daimler war eine Postkutsche mit eingebautem Motor und ohne Pferde. Bei dem Fahrzeug von Benz hingegen handelte es sich um ein Dreirad und sah aus wie eine Rikscha ohne Dach und Pedalen. Benz war es auch, der ab 1894 Automobile in Serie herstellte.
Kurz darauf, in den Jahren 1888 und 1889 ließ sich Siegfried Marcus seinen ersten Wagen bauen. Es handelte sich dabei um ein Automobil, welches von einem Benzin-Viertaktmotor angetrieben wurde und die essentiellen Bestandteile eines modernen PKWs aufwieß.
Zur selben Zeit arbeite auch Albert F. Hammel an der Fertigstellung seines Autos. Ebenfalls 1888 stellte er dann einen Wagen mit zweizylindrigem Motor fertig.
Kurz vor Anbruch der Jahrhundertwende schaffte es Camille Jenatzy mit seinem Wagen „La jamais Contente” als erster Mensch mit einem über die Räder betriebenen Fahrzeug, schneller als 100 km/h zu fahren. Die Forscher und Erfinder wussten also, welches Potenzial noch in den Autos steckt. Und das Volk erkannte den großen Nutzen dieser Vehikel.
In den USA wurden 1900 insgesamt 4.192 Automobile von 75 Herstellern fertig gestellt. Darunter befanden sich 1.688 Dampfautomobile, 1.575 Elektrofahrzeuge und 929 Fahrzeuge mit Benzinmotor.
Der Mercedes Simplex diente damals praktisch als Schablone für nahezu alle anderen Modelle, denn seine Grundstruktur wurde auch von der Konkurrenz genutzt. Gründe dafür gab es viele: Der Simplex war stabil, der Innenbereich konnte relativ großzügig gestaltet werden und nicht zuletzt sah es auch gut aus. Selbst ein Kassenschlager zu seiner Zeit, der Ford Modell A aus dem Jahre 1928, erinnert noch sehr stark an den Mercedes Simplex…